• Das Ende von Airwolf

    Das Ende von Airwolf

    Kennst du die Serie Airwolf aus den 80ern? Damals war es eine meiner Lieblingsserien. Gut und Böse waren einfach zu unterscheiden, viel Action und am Ende gewinnen die Guten.

    Nach der dritten Staffel wechselte das Konzept und es war der schleichende Tod der Serie. Nach der vierten Staffel wurde die Serie abgebrochen, ohne das sie ein richtiges Ende fand. Eine fünfte Staffel war geplant, wurde aber nicht mehr gedreht.

    Was ist also aus dem Super-Helikopter geworden? Steht er immernoch versteckt in dem Krater, seit Jahrzehnten nicht bewegt? Muss man sich im Tal der Götter auf die Suche machen?

    Nachdem die CBS die Serie abgesetzt hatte, wurde der Helikopter, eine Bell 222, zurückgerüstet und in ein paar anderen CBS Serien eingesetzt.

    Anschließend wurde er nach Deutschland verkauft und von dem Privatunternehmen HSD aus Harste bei Northeim als Intensivtransporthubschrauber eingesetzt. Die Maschine flog unter dem Kennzeichen D-HHSD.

    Der Absturz von Airwolf

    Machen wir es kurz. Airwolf gibt es nicht mehr, die Maschine ist abgestürzt. Die Maschine brachte ein kleines Mädchen mit schweren Brandverletzungen von Berlin nach Köln. Auf dem Rückweg von Köln nach Berlin kam sie am 06. Juni 1992 über dem Sauerland in ein schweres Gewitter.

    Die Bell 222 war mit 150 km/h unterwegs, die Sichtweite betrug ca. 30m. Über dem Berg „auf der Burg“ bei Berlar im Sauerland streifte sie die Baumwipfel, schlug gegen eine Felswand und zerbrach. Alle 3 Insassen kamen dabei ums Leben.

    Lokalbeitrag zum Absturz von Airwolf
    Quelle: http://www.rund-um-ramsbeck.de/archiv/1992/0792ub.html
    Hubschrauber Sonder Dienst HSD Airwolf
    Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hubschrauber_Sonder_Dienst

    Am 22. Juni 2022, fast genau 30 Jahre nach dem Absturz war ich in dem Gebiet unterwegs und habe mir den Ort (aus der Ferne) angeschaut, an dem der Super-Helikopter sein Ende fand.

    Warum aus der Ferne. Naja, zum einen waren es 30°C draußen und zum anderen war ich wie immer knapp an Zeit.

    Hier ist Airwolf abgestürzt. Berlar im Sauerland
    Auf der Burg aus Nord-Nord-West

    Hinzu kommt, dass sich auf dem Berg ein Steinbruch befindet. Dieser wird sich in 30 Jahren erheblich verändert haben und zudem nicht zugänglich sein. Finden kann man dort auch nichts, da bei Abstürzen alle noch so kleinen Teile zur Rekonstruktion eingesammelt werden.

    Wo ist Airwolf abgestürzt? Bei Berlar auf der Burg
    Auf der Burg aus westlicher Richtung

    Wofür sollte ich also da hoch krackseln, um was genau zu sehen? Einen Hauch von nichts?

    Wäre ich dort für Tourismus zuständig, hätte ich einen Gedenkstein aufgestellt und Airwolf Andenken verkauft. Aber für die Menschen dort, war es vermutlich nur der Absturz einer gewöhnlichen Bell 222, bei dem 3 Menschen ums Leben kamen.

    Blich auf die Burg - Absturzort von Airwolf
    Blick aus südlicher Richtung vom Ortseingang Berlar zu „auf der Burg“

    Leider ist auf den Bildern (wie immer) alles gar nicht so Eindrucksvoll, wie, wenn man selber vor Ort ist und davor steht. Auf den Bildern wirkt der Berg klein, flach und völlig unspektakulär. Ich war oft in den Alpen unterwegs und kenne auch richtige Berge. Ich muss aber sagen, dass der Berg für „abseits eines richtigen Gebirges“ schon ganz schön eindrucksvoll ist.  

    So ist Berlar im deutschen Sauerland das unfreiwillige Mekka für Fans der Serie. Das traurige Ende von Airwolf.

    Berlar - Absturzort von Airwolf

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  • Die Kreuzsteine von Amelith im Solling

    Die Kreuzsteine von Amelith im Solling

    In der dritten und vierten Klasse ging ich zur Grundschule nach Schönhagen. Unser Lehrer, Herr Thormann kam aus Amelith. Da mit der Schule auch immer Wandertage auf dem Programm standen, sind wir eines Tages über die alte Schmacht von Schönhagen nach Amelith gewandert. Auf dem Weg kamen wir an den Kreuzsteinen vorbei.

    Die Sage zu den Kreuzsteinen

    Die Geschichte dazu damals: ein Kaufmannsehepaar war mit ihrem Kutscher auf dem Weg über die alte Schmacht nach Schönhagen, um den Bau der Kirche, den sie finanziell unterstützten, zu begutachten. Mitten im Wald wurden sie überfallen und der Kutscher gab Fersengeld, eilte nach Schönhagen und holte Hilfe. Als er mit Leuten aus Schönhagen zurück kam, fand man das Ehepaar tot. Zur Erinnerung daran, wurden die Kreuzssteine an dieser Stelle aufgestellt. Soweit die Geschichte von unserem Lehrer. Der Wanderausflug liegt 35 Jahre zurück, ob ich die Geschichte heute richtig wiedergegeben habe, kann ich nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, aber ungefähr so ging sie. Bei dem Bau muss es sich um die vorherige Kirche gehandelt haben, die jetzige ist noch nicht alt genug, damit die Geschichte passen könnte.

    In jedem Fall wollte ich heute zu den Kreuzsteinen. Ich habe im Internet recherchiert, wo sie genau stehen. Auf den Seiten, die ich dazu gefunden habe, gibt es weitere Sagen zu den Kreuzsteinen. Sie sollen auch schon nachts geglüht haben, als man sie weggeschafft hat!

    Ein Weg, ein Ziel

    Heute war es also soweit, in zerrissenen Jeans und Turnschuhen machte ich mich auf den Weg. Kann ja alles nicht so schwierig sein. 

    Also zog ich los. Ich parkte in Amelith auf dem Parkplatz am Ende der Ortschaft. Von dort aus ging es zu Fuß weiter. Schon nach 500m war kein von Menschen verursachtes Geräusch mehr zu hören, ab da war ich alleine mit der Natur. Der Weg ist gut ausgebaut, klassischer geschotterter Waldweg. Es geht bergauf, den ganzen Weg immer bergauf. An der ersten Gabelung bog ich nach rechts ab, wer sich hier aufmerksam umschaut sieht mehrere Wegweiser, auf denen die Kreuzsteine ausgewiesen sind.

    Weiter geht es, natürlich bergauf. An der nächsten Gabelung steht natürlich kein Wegweiser, da ich mich auskenne, weiß ich, dass ich links herum muss. Der Ortsfremde wäre an dieser Stelle das erste Mal verloren.

    Jetzt geht es parallel zu dem ersten Weg weiter, allerdings ein ganzes Stück weiter oben. Ich spare mir an dieser Stelle Worte über die Neigung des Weges. Der Weg macht am Ende eine Schleife, um dann wieder oben auf dem Kamm zurück zu führen. Kann man das nicht abkürzen?

    Der erste Holzweg ist komplett zugewachsen. Mit Jeans und Turnschuhen bin ich hier nur Zeckenopfer. Mal schauen, wie der nächste Weg ausschaut.

    Ein paar hundert Meter weiter der nächste Holzweg. Diesmal habe ich Glück, breite, nahezu frische Spuren von einem Holzrückfahrzeug. Kein hohes Gras, keine Zecken. Es wird abgekürzt, quer durch die Pampa.

    Es geht steil bergauf, dafür bin ich sehr bald auf der Querstraße, der alten Schmacht. Jetzt geht es auf der alten Schmacht weiter, Richtung Schönhagen. Dies war der alte Handelsweg mitten durch den Wald vor hunderten von Jahren. Der Weg geht schurgerade durch den Wald.

    Die Suche beginnt

    Irgendwo hier müssten doch die Steine kommen. Ich habe im Internet gelesen, dass sie nicht direkt am Hauptweg stehen, sondern ein paar Meter in einem Nebenweg. Entweder habe ich das falsch interpretiert, oder falsch gelesen, zudem machte es mich stutzig, da ich mir sicher war, dass wir damals mit der Schulklasse auf dem Hauptweg an den Steinen vorbeikamen. Aber 35 jahre lassen einen auch an seiner Erinnerung zweifeln. Ich bin also den nächsten Weg rechts rein, 100m, keine Steine.

    Dafür viele umgefallene Bäume. Hier oben fehlt verdammt viel Wald. Was ist, wenn ein Baum umgefallen ist und die Steine umgeworfen hat? Liegene Steine unter ein bisschen Gestrüpp, da kannst du einen halben Meter davor stehen und du wirst sie nicht finden. Andererseits waren sie von Amelith her ja ausgeschildert, dann müsste doch auch hier oben irgendwo ein Schild stehen.

    Also weiter auf der alten Schmacht, Augen auf und suchen.

    Und plötzlich, wie bestellt, hängt an einem Baum ein Wegweiser. Kreuzsteine 60m und ein Pfeil nach rechts.

    Was heißt das? Hier ins Dickicht 60m reinschlagen, oder 60m weiter den Weg lang und dann rechts? In meiner Erinnerung standen die nahezu direkt am Weg, aber keine 60m tief im Wald. Ich entschied mich trotzdem für Variante 1 und kämpfte mich ins Dickicht. Nichts, keine Steine. Dann kann es ja nur Variante 2 sein. In meinem vorherigen Job musste ich oft Meter in Schritten abmessen, das kann ich nach wie vor ziemlich genau. Also 60m weiter die alte Schmacht hoch. Was soll ich sagen, genau nach 60m führte ein Weg rechts rein. Bingo, hier musste es sein. Meine Interpretation der Internetseite, dass sie eben nicht am Hauptweg stehen, schien sich zu bewahrheiten. Meine Kindheitserinnerung war also doch falsch.

    Ich sah mich um. Keine Steine. Einen bewachsenen Holzweg 100m reingekämpft, keine Steine, dafür viel Gestrüpp. Doch umgefallen und überwuchert? Langsam lief mir die Zeit weg, denn ich musste langsam zurück. Also eine zweite Expedition um die Steine zu finden? Oder 50€ im Internet ausloben, wer den Standort genau zeigen kann. Ich wollte mir nochmal die Gegend beim Wegweiser anschauen, hatte ich sie übersehen?

    Zur Sicherheit ging ich noch 20m die alte Schmacht weiter, nur um sicher zu sein, dass ich nichts übersehen habe. Dabei fand ich auf dem Weg dieses Schild.

    Die alte Schmacht wird also auch vom Luchs als Weg genutzt.

    Zum zweiten Mal ging ich an dieser Stelle in den Wald auf Spurensuche. Nichts. Keine blöden Steine. Ich gehe jetzt. Kack auf die Steine. Ich drehte mich um, Blickrichtung zurück zur alten Schmacht. Im drehen sah ich etwas, mitten im Gestrüpp…. Die Steine. Na also, geht doch. Mit einem Stock bahnte ich mir einen Weg, alles komplett zugewachsen.

    Der Internetzugang ist hier oben so schwach (wozu brauche ich in der Nähe einer Großstadt LTE, was hier im Wald glaube verfügbar ist), dass ich mit meinem Handy keine genaue Position bestimmen kann.

    51.711531, 9.511688 – ungefähr dort sollten sie zu finden sein. Direkt am Weg beim Hinweisschild steht eine Holzbank. Kann man eigentlich nicht verfehlen. Schaut man vom Hinweisschild in den Wald, muss man sich ein kleines bisschen nach links orientieren, das Schild zeigt quasi an den Steinen vorbei.

    Der Weg zurück

    Der Rückweg ist leicht, es geht ja komplett nur bergab. Ich nehme wieder die Abkürzung vom Hinweg, den Holzweg quer durch den Wald. An der Weggabelung, wo das Hinweisschild vorhin fehlte, fällt mir noch ein Schild an einem Baum auf. OK, Biber scheint es hier dann auch zu geben. Warum sonst sollte das hier wohl so heißen.

    Zügigen Schrittes habe ich laut Google 8 km zurück gelegt, ich war 2,5 Stunden unterwegs. In den 2,5 Stunden habe ich nicht einen einzigen Menschen gesehen. Der Solling wird mit seinen Wäldern nicht umsonst das Spessart des Nordens genannt, hier findest du Ruhe und Abgeschiedenheit. Es war eine schöne Tour, die mir viel Freude bereitet hat.  

    #solling #kreuzsteine #amelith #alteschmacht #schmacht #weserbergland #tour #abenteuer #wald #schönhagen #kammerborn

  • Baumwipfelpfad Bad Iburg

    Baumwipfelpfad Bad Iburg

    Gestern waren wir auf dem Baumwipfelpfad in Bad Iburg. Ich hatte Geburtstag und wir wollten mal zusammen raus, vor allem bei dem schönen Wetter.

    Nahe an der A33 gelegen, ist die Anreise mit dem Auto absolut unkompliziert. Parkplätze vor Ort sind auch genug vorhanden und so machten wir uns auf den Weg zum Kassenhäuschen.

    Der Eintritt kostet Stand 23.03.2022 8€ für Erwachsene, Kinder von 6 bis 17 Jahre 4€, Kinder unter 6 Jahre sind frei.

    Zunächst bestiegen wir den fast 30m hohen Turm, von oben hat man eine tolle Aussicht.

    Danach ging es wieder 2 Etagen runter, auf den eigentlichen ca. 500m langen Pfad in luftiger Höhe.

    Die Treppenhäuser sind Stahlbau mit Gitterrosten, der Pfad selber ist mit Holzbohlen beplankt.

    Im März gibt es dort noch kein grün, was aber nicht schlimm ist. Auch ohne grün gibt es viel zu sehen und zu entdecken.

    Ein paar Impressionen von oben und aus dem darunter liegenden Wald:

    #baumwipfelpfad #ausflug #badiburg #iburg #reise #tagestour #abenteuer #urlaub #aussicht #baumkrone #natur #naturerleben #reiseblog #tagesausflug #naturpur

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  • Mit dem Schlauchboot auf die Weser

    Mit dem Schlauchboot auf die Weser

    07. Juli 2021

    Ich wollte meiner Tochter mal ein echtes Abenteuer bieten. Ich hatte schon länger die Idee, mal mit dem Schlauchboot die Weser runterzutreiben. Ein Tag auf dem Wasser, einfach mal treiben lassen.

    Meine Mutter hatte auch Lust mitzukommen und so habe ich eine „kleine“ Tour geplant.

    Als Startplatz musste es unbedingt der Anfang sein – sprich – Hann. Münden, direkt am Weserstein.

    Weserstein

    So fuhren wir mit 2 Autos los. Unsere Fahrt ging zum Hafen nach Bodenfelde. Hier wollten wir auswassern. Wir haben mein Auto geparkt und sind mit dem Auto meiner Ma nach Hann Münden an den Weserstein gefahren.

    Im Gepäck hatten wir das Schlauchboot, Schwimmwesten (diese sind vorgeschrieben) und natürlich Verpflegung für den Tag.

    Schlauchboot Wesertour

    Vor Ort habe ich dann angefangen, das Schlauchboot aufzupumpen. Anschließend haben wir es beladen und waren fertig zur Abfahrt. „Wo ist eigentlich mein Autoschlüssel?“ – Darauf meine Ma:“ den habe ich auf den Rücksitz gelegt und ein Handtuch darüber, dass man den nicht sehen kann.“ Perfekt!

    HALT!!!!!!!  Der muss mit, wie kommen wir sonst in mein Auto? Gerade nochmal gut gegangen. Schrecksekunden gehören einfach dazu. Das wäre lustig gewesen, wenn wir in Bodenfelde festgemacht hätten und der Autoschlüssel liegt im anderen Auto in Hann. Münden. 🙂

    Boarding

    Weser Schlauchboot

    Wir haben das Schlauchboot zur Weser getragen, es gibt eine Treppe auf der Fulda-Seite und wir konnten es völlig unkompliziert zu Wasser lassen. Ein Ruderer, der gerade starten wollte, fragte uns, wohin unsere Reise geht. Nach Bodenfelde sagte ich, er lächelte: „Na da habt ihr ja was vor euch“…. und machte sich auf den Weg.

    Wir bestiegen unser Schlauchboot in der Reihenfolge Erwachsener, Kind, Erwachsener, ich nahm die Paddel und los ging die Fahrt.

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    Auf dem Wasser war es total entspannt. Allerdings schaute ich auf Google Maps unseren Weg an und die Zeit, die wir benötigen würden und mir wurde klar, dass „treiben lassen“ nicht ausreichen wird, um unser Ziel zu erreichen. Google Maps war hier echt eine große Hilfe, da man auf dem Wasser genauer planen konnte, wieviel gerudert werden musste.

    Ich paddelte also etwas mit, was sich aber trotzdem entspannt machen ließ.

    Weser Schlauchboot Tour

    Was man mit dem Schlauchboot beachten sollte: es gibt nicht sehr viele Anlegemöglichkeiten mit dem Schlauchboot, da es eigentlich nur Uferböschung gibt, diese auch unter Naturschutz steht und sie zusätzlich mit spitzen Steinen belegt ist. Sehr ungünstig für ein Schlauchboot.

    Einfach schnell mal rausfahren und spontan anhalten ist nicht.

    Meine Tochter hatte ihren Spaß im Boot. An der Uferböschung gab es immer wieder neue Dinge zu entdecken.

    Schwäne auf der Weser

    Unterwegs gibt es ein paar Weserfähren, hier ist die volle Aufmerksamkeit und Konzentration gefordert. Da man sie schon von weitem sehen kann, hat man genug Zeit zu planen, wo man diese passiert. 

    Schwäne Weser

    Eine Pause einlegen

    Eine Pause haben wir lediglich in Gieselwerder eingelegt, hier gibt es nahe der Anlegestelle öffentliche Toiletten. Zudem ist der Steg der gleiche wie in Bodenfelde und ich fand es wichtig, das Anlegen einmal zu üben.

    Auf dem Wasser bemerkt man gar nicht, wie stark die Strömung ist. Wenn man mit dem Schlauchboot versucht den Steg zu erreichen, merkt man, wie genau man mit dem Paddel arbeiten muss. Einmal nicht aufpassen und man kann den Steg nicht mehr erreichen.

    Den Steg zu erreichen klappte dann letztendlich doch ganz easy und wir gingen nacheinander zur Toilette. Einer blieb immer beim Boot.

    Nach einer kurzen Pause bestiegen wir wieder das Boot für den restlichen Weg die Weser hinunter bis Bodenfelde.

    Auf den letzten Metern merkt man dann doch etwas, dass man die ganze Zeit gepaddelt hat, es wurde anstrengender. Der Weg war jetzt aber auch nicht mehr so weit und wir bereiteten uns langsam auf das Ende der Reise vor.

    Vor uns tauchte dann endlich proFagus auf, eine Holzkohlefabrik, direkt am Wasser. Wer im Sommer mit Holzkohle grillt, kommt an proFagus nicht vorbei. Es ist die beste Holzkohle auf dem Markt. Buchenholz aus dem Solling.

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    Sogar Loriot hat in den Wäldern des Sollings nach dem Krieg ein Jahr als Holzfäller gearbeitet. Wenn du mal raus in die Natur möchtest zum Wandern, fahr gern mal in den Solling. Es gibt sogar ein Baumhaushotel wo man übernachten kann.

    Das Ende der Tour

    Von proFagus ist es nicht mehr weit bis zum Hafen. Die Anlegestelle war von weitem gut zu erkennen und ließ sich relativ einfach ansteuern. Wir holten das Boot aus dem Wasser und trugen es zum Auto. Der Parkplatz ist fußläufig nur ein paar Meter entfernt.

    Wir entluden das Boot, ließen die Luft aus dem Schlauchboot und verstauten alles im Auto. Insgesamt waren wir 5 Stunden und 10 Minuten auf dem Wasser.

    Mit meinem Auto ging es dann wieder nach Hann. Münden, immer die B80 an der Weser lang. Dort holten wir das andere Auto und machten uns auf den Weg nach Hause.

    Alles in allem war es ein super toller Tag. Wenn du so eine Reise planst, plane sie vielleicht nicht gleich bis Bodenfelde. Ich denke, Reinhardshagen reicht für den Anfang auch.

    Schau dir vorher die Stelle genau an, an der du auswassern willst. Du hast nur einen Versuch und dazu solltest du genau wissen, wo sie ist und wie du sie anfährst.

    Im Nachhinein kann ich auch sagen, dass es alleine nahezu unmöglich ist, mit dem Boot anzulegen. Plan in jedem Fall eine zweite Person ein. Einer muss paddeln und steuern, der andere passend rausklettern und das Boot festhalten. Es gibt an den Stegen keine Pömpel, wo du die Seilschlaufe einfach drüber schmeißen kannst.

    Ich würde die Tour auf jeden Fall wieder machen, vielleicht aber nur 3 Stunden auf dem Wasser mit Kind.

    Falls dich interessiert, was ich sonst noch so mache, schau doch mal auf meinem Upcycling Blog Kuhlenbieke.blog vorbei.

    Oder folge mir hier, wenn du dich nur für meine Reisen interessierst.

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    Mehr aus dem Solling?

    Schau dir die Google Maps Karte Solling an.

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  • 2021 – das Jahr im Rückblick

    2021, ein weiteres Corona Jahr. Trotz Corona Pause, in der ich wirklich wenig Touren für die Firma gefahren bin, wurde das Firmenauto ersetzt. Nach 5 Jahren trotz fast 1,5 Jahren „Tourpause“ sind es doch noch 200.000 km geworden.

    Ich habe diesen Blog zum Ende des Jahres begonnen, um auch mal ein paar Reiseziele in Zukunft beschreiben zu können. Das Reisen ist leider viel zu kurz gekommen in den letzten Jahren und irgendwie brennt es unter den Nägeln, mal wieder mehr zu sehen.

    Eine Reise hab ich bereits fertig, die Reise zum Transrapid.

    Was sonst in der Kuhlenbieke alles passiert ist, findest du im Jahresrückblick.

    https://kuhlenbieke.blog/2021/12/23/die-blog-projekte-2021/

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  • Die Reise zum Transrapid

    Die Reise zum Transrapid

    Früher, als ich noch ein Kind war, hatte ich ein Kartenspiel mit Zügen. Die Top Karte war der Transrapid TR 06. Die Magnetschwebebahn.

    Der Transrapid war seiner Zeit weit voraus. Aber wie das mit Innovationen so ist, wenn die Politik ins Spiel kommt, wird so lange geforscht, bis das Projekt totgeredet und eingemottet wird.

    So erging es auch dem Transrapid. Durch einen schweren Unfall 2006 starb das Projekt mehr oder weniger endgültig auf Raten. 1969 startete die Entwicklung, 1971 wurden erste Prototypen vorgestellt, Teststrecke im Emsland gebaut von 1980 bis 1987, am 22. September 2006 dann der schwere Unfall auf der Teststrecke, bei dem 23 Menschen starben.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Transrapidunfall_von_Lathen

    Einzig in China gibt es eine Strecke, auf der der Transrapid noch fährt.

    https://www.ndr.de/geschichte/schauplaetze/Transrapid-Unglueck-2006-Bei-Testfahrt-sterben-23-Menschen,transrapidunglueck2.html

    In Nortrup an der Hauptstraße / Ecke Bahnhofsstr. steht der Transrapid 09 auf einem Werksgelände.

    Heute, am 02.12.2021 war ich in der Gegend. Ich hatte eine Stunde off und so fuhr ich nach Lathen ins Emsland. Dahin, wo der Transrapid zu Hause ist.

    Hier nun meine Eindrücke:

    Der Transrapid TR 07 am Eingang vom Besucherzentrum. Das Bild ist ohne Filter. Das Wetter hat ihm über die Jahre ziemlich zugesetzt.

    Die beiden Tafeln am Eingang vom Besucherzentrum, auch hier sieht man, dass hier seit langer Zeit Stillstand herrscht.

    Das Betriebsgelände gleicht einem Industriefriedhof, die goldenen Zeiten des Transrapid sind vorbei.

    Im Hintergrund steht der unbeschädigte Teil der Transrapid TR 08, der 2006 den schweren Unfall hatte

    Transrapid TR 08 unbeschädigter Teil
    Transrapid TR08 – unbeschädigter Teil nach Unfall 2006

    An diesem Projekt sieht man ganz deutlich, was passiert, wenn man eine Machbarkeitsstudie nach der nächsten macht, statt einfach einmal Mut zu zeigen.

    Den Kostenfaktor eines Fehlschlags kann man hier eigentlich nicht gelten lassen, wenn man sieht, wie der Staat für Projekte Milliarden versenkt. Beste Beispiele sind hier der Berliner Flughafen, sowie die Elbphilharmonie in Hamburg. Hätte man hier die gleichen Kriterien angesetzt, beides wäre nicht zu Stande gekommen.

    Es ist immer eine Frage des Wollens.

    Wenn man sich unsere Gesellschaft anschaut, dann sieht man, dass diese Mentalität in den Schulen beginnt. Bloß nichts wagen, in der Schule lernt man, wie man Stunden seines Lebens gegen Geld eintauscht. Gründergeist, Mut, das alles lernt man dort nicht.

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    Was wir in dieser Welt dringend brauchen, sind Menschen, die etwas wagen. Durch Demonstrationen, also andere aufzufordern etwas zu tun, wird die Welt kein Stück besser. Wir brauchen Menschen, die bereit sind ein Wagnis einzugehen, um die Welt ein Stück besser zu machen.

    Wenn du an etwas glaubst und es nicht selber kannst, kauf dir Aktien von einem Startup, dass genau das macht. Im schlimmsten Fall ist es ein Totalverlust. Informiere dich und wage etwas. Auch wenn es nur 100€ sind, es geht darum loszulaufen um etwas zu bewegen. Schon mit einer Aktie kannst du an der Hauptversammlung des Unternehmens teilnehmen.

    Der Transrapid hat gegenüber dem ICE viele Vorteile. Probleme wie Kurzstreckenflüge hätten mit ihm längst gelöst sein können.

    Ihr wollt eine umweltfreundlichere Welt? Dann traut euch endlich, Technologien nach vorne zu bringen, die dieses ermöglichen, auch wenn es mal Fehlschläge gibt.

    Hört auf zu demonstrieren, damit andere für euch die Welt besser machen. Zieht los und macht sie selber besser. Wenn ihr Technologien entwickelt, die dem Menschen das Leben einfacher machen und zudem der Umwelt nutzen, werdet ihr auf offene Ohren stoßen. Wenn ihr Menschen bevormunden möchtet, werdet ihr viel Gegenwind bekommen.

    Menschen wollen Lösungen, keine Verbote.

    Zum Glück wusste ich vor meinem Besuch in Lathen, was mich vor Ort erwartet. Der Zustand des einstigen Vorzeigeprojekts hätte mir sonst die Tränen in die Augen getrieben. Ist es nicht schlimm anzusehen, dass soviel Innovation durch Politik kaputt gemacht wird?

    Es ist das beste Beispiel, wie umweltfreundliche Mobilitätsalternativen einfach in der Schublade bleiben.

     

    Weitere Infos zum Transrapid: https://de.wikipedia.org/wiki/Transrapid

    #magnetschwebebahn #transrapid #TR07 #TR08 #lathen #emsland #transrapidteststrecke #reisen

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    Weitere Artikel zum Transrapid:

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/transrapid-was-wurde-aus-der-magnetschwebebahn-im-emsland-a-1145398.html

    Vielleicht gibt es noch eine zweite Chance. Die Firma Bögl hat mit dem TSB Cargo ein eigenes Magnetschwebebahn System entwickelt und treibt dieses mit Hochdruck voran. Bei der Firma Bögl auf dem Werksgelände steht der zweite Teil des TR 07, wovon der erste Teil vorn am Eingang des Besucherzentrums steht.

    So bleibt zu hoffen, dass es doch noch zu dem Satz „Totgesagte leben länger“ kommt. Zu wünschen wäre es dem Transrapid.

    Bei Wikipedia steht, dass der erste Teil des TR 06 in Bonn vor dem Deutschen Museum in Bonn steht. Bis dahin stimmt das auch. Der zweite Teil des TR 06 steht allerdings nicht irgendwo in einer Halle. Er soll irgendwann aufbereitet werden und wohl ins Eisenbahnmuseum nach Bochum. Aktuell (Dezember 2021) steht er auf 5 Uhr nahezu genau einen Kilometer vom TR 07 entfernt auf dem Hinterhof eines Betriebsgeländes in Lathen und vergammelt unter freiem Himmel. Auf Google Maps kann man ihn sogar sehen.

    Bleibt zu hoffen, dass das stimmt was im Netz steht, dass auch der zweite Teil des TR 06 einen würdevollen Platz bekommt. Auf Youtube kann man Videos zu dem besagtem Teil finden, der Zustand ist mehr als schlimm.

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  • Eine Tagestour im Außendienst

    Im ersten Beitrag geht es um eine Tagesreise für die Firma. Einmal nach Sylt und zurück.

    Solche Touren sind für mich beruflicher Alltag, mindestens einmal die Woche, eher zweimal.

    Es sind Termine, die rechtlich vor Ort durchgeführt werden müssen und sich nicht mit Teams abwickeln lassen.

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